Wie neue Fenster den Wert eines Hauses steigern

Fragt man einen Immobilienmakler nach den Kriterien für den Wert eines Hauses, so erhält man oftmals „Lage, Lage und Lage“ als Antwort. Bei näherem Hinsehen zeigt sich bald, dass auch abseits dieses griffigen Slogans eine Reihe relevanter Kriterien existieren. Ein Musterbeispiel sind die Fenster und Türen, die zu Recht als „Visitenkarte“ einer Immobilie gelten und daher stets in Top-Zustand gehalten werden sollten.

In den letzten Jahren sind die Preise für Immobilien stetig gestiegen. Einer der Gründe sind die niedrigen Zinsen und die damit verbundenen günstigen Konditionen für die Finanzierung eines Hauses oder einer Wohnung als Wertanlage. Gleichzeitig investieren immer mehr Eigentümer in ihre eigenen vier Wände und optimieren diese im Bereich der Fenster und Türen. Und das macht Sinn.

Tim Reckmann / pixelio.de

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Warum sollten Fenster und Türen stets in gutem Zustand sein?

Die Frage, weshalb Haustür, Fenster, Balkontür oder selbst die Nebeneingangstür – sofern vorhanden – in einwandfreiem Zustand sein sollten, lässt sich gleich auf mehrerlei Weisen beantworten. Da ist zum einen der Gesamtzustand eines Objekts, der mit diesen Details steht und fällt. Bereits von außen erkennen Besucher, in welchen Zustand die Türen und Fenster sind und bei näherem Hinsehen fallen Beschädigungen oder Verschleiß naturgemäß noch mehr ins Auge.

Da sind jedoch auch so handfeste und zählbare Gründe wie die Wärme- und Schallisolierung. Fenster und Türen gelten zu Recht als vermeintliche Schwachstellen eines Hauses und im Winter als Einfallstore für kalte Luft. Wer sein Haus mit einer Wärmebildkamera analysieren lässt, wird schnell feststellen, dass der Bereich rund um den Fensterrahmen tiefrot gefärbt ist. Was das bedeutet? Schlichtweg, dass hier die meiste Wärme verloren geht. Experten gehen hier von satten 15 Prozent Verlust aus, die sich vor allem dann bemerkbar machen, wenn in einem Altbau mit einglasigen Fenstern gewohnt wird. Kennzahl für den Wärmeverlust ist der U-Wert und wer diesen auch nur um den Faktor 0,1 (W/m2K) senkt, spart einen Liter Heizöl im Jahr. Je nach Konstellation lassen sich so mehrere Hundert Euro an Heizkosten einsparen.

Ein weiteres Kriterium ist der Einbruchsschutz, der bei alten oder defekten Fenstern nicht mehr gegeben ist und auch im Bereich der Schallisolierung müssen Defizite hingenommen werden. Wer undichte „Altlasten“ durch moderne und hochwertige Kunststofffenster und Kunstofftüren ersetzt, ist hier auf der sicheren Seite und hat die Kosten nach kurzer Zeit amortisiert.

Doch Vorsicht: durch neue Fenster verändert sich der komplette Luftaustausch eines Hauses. Entsprechend sollte im selben Atemzug auch über weitere Dämmmaßnahmen nachgedacht und zudem das Lüftungsverhalten angepasst werden.

 

Wann müssen Fenster und Türen ausgetauscht werden?

Ein vorgegebener Zeitpunkt für den Austausch von Fenstern und Türen existiert nicht. Bevor Sie also eine neue Haustür kaufen oder ein Fenster kaufen, sollte stets das vorhandene Material auf seine Funktion überprüft werden. Neben den „Hard Facts“ wie der Energiebilanz, dem Sicherheitsfaktor und dem Lärmschutz können auch optische Aspekte eine Rolle spielen. Sehen Fenster und Türen einfach nicht mehr gut aus und lässt sich auch nicht mehr streichen, so kann der Austausch durch praktische und pflegeleichter Kunstofftüren und Kunststofffenster Wunder wirken. Warum nicht beispielsweise ein formschönes Sprossenfenster in die Architektur der eigenen vier Wände integrieren? Oder mit neuen Farben Akzente setzen? Die Möglichkeiten sind vielfältig.

 

Fenster und Türen als Investition

Bernd Kasper / pixelio.de

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Wer aufmerksam die Zeitungen liest, wird sicherlich schon einmal den Begriff „Betongold“ gelesen haben. Zwar sind Kunstofftüren und Kunststofffenster nicht aus Beton (und auch nicht aus Gold), zählen jedoch ebenfalls zu den wichtigen Komponenten einer Immobilie. Wer sein Geld einfach nur auf die Bank bringt, macht im Zweifel ein Verlustgeschäft und auch Lebensversicherungen oder andere Anlage zu festen Konditionen leiden unter dem anhaltend niedrigen Zinsniveau. Unter diesem Gesichtspunkt raten selbst Finanzexperten dazu, Geld in die eigene Immobilie zu stecken und das Kapital damit sinnvoll zu nutzen. Neben einer spürbaren Wertsteigerung wird auch der Wohnwert verbessert. Kurzum: es handelt sich um eine Geldanlage mit eingebautem Wohlfühlfaktor.

Do it yourself !

Für viele Hausbesitzer sind neben den Kosten für die Neuanschaffung neuer Fenster und Türen auch die Kosten für die Montage ein sehr wichtiges Thema und teilweise auch der Grund geplante Erneuerungen zu verschieben. Hier sollte erwähnt werden, dass mit etwas „Heimwerkergeschick“ der Einsatz einer professionellen Firma für den Einbau vermieden werden kann.
Gerade Fenster lassen sich nämlich recht gut selbst austauschen und sich damit weitere Kosten sparen. Eine tolle Anleitung mit entsprechenden Videos zu den einzelnen Arbeitsschritten finden sich teilweise auch auf den Webseiten der Hersteller und Lieferanten. Besonders herausgestochen haben hier die Videos vom Anbieter Fensterhai, der in 7 verschiedenen Videos erklärt wie Sie selbst zum „Experten“ werden und Ihre Fenster selbstständig aus- und wieder einbauen.

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