Die Entstehung der Bankautomaten

Seit Jahren machen Bankautomaten die täglichen Finanzgeschäfte einfacher. Durch sie lässt sich rund um die Uhr Bargeld abheben und ermöglichen damit eine ungemeine Flexibilität. Noch vor einigen Jahrzehnten stellte sich dieses Bild völlig anderes da. Wer Bargeld benötigte, musste sich an den Schaltern der Banken anstellen und den Vorgang von Mitarbeitern des Finanzunternehmens durchführen lassen. Die Geschichte der Bankautomaten reicht weit in die vergangenen Jahrzehnte zurück.

Die erste Idee

Es war der US-Amerikaner Don Wetzel, der im Jahr 1965 die Idee hatte, einen Geldausgabe-Automaten zu entwickeln. Als ihm die Idee in den Sinn kam, stand er in einer Schlange von Kunden einer Bank. Angetrieben von dieser Idee entwickelte er schließlich eine Maschine,  durch die Barauszahlungen möglich waren. Um Bargeld zu erhalten, musste zunächst eine Karte eingeschoben werden. Erst nach Eingabe einer Zahlenkombination wurde diese freigegeben und der Vorgang wurde bearbeitet. Doch bevor eben jene Maschine zum ersten Mal eingesetzt wurde, verging ein beachtliches Zeitfenster.

Insbesondere die erste Generation von Geldautomaten, die den Sprung auf den Markt schaffte, erntete bei den Banken zunächst nicht allzu viel Begeisterung und wurde nur mit Zögern eingesetzt. Verantwortlich dafür war die technische Konzeption. Durch sie war noch lange nicht ausreichend Sicherheit gegeben, um sie bedenkenlos einsetzen zu können. Zudem hatten die Karten, die für Auszahlungen verwendet wurden, nicht genug Kapazitäten, um die gewünschten Informationen zu speichern.

Erste EC-Karten waren nur begrenzt einsetzbar

Obwohl diese Karten in ihrer Funktionsweise durchaus mit den heutigen EC-Karten verglichen werden konnten, war mit ihnen nur ein begrenzter Einsatz realisierbar. Erst Anfang der 1970er-Jahre war es möglich, eine Generation von Bankautomaten anzubieten, die besser war. Zu dieser Zeit wurden erstmals genormte Plastikkarten verwendet. In gelochter Form wurden alle wichtigen Informationen auf den Plastikkarten gespeichert.

Doch auch bei diesen EC-Karten waren die Sperrmöglichkeiten letzten Endes nur in einer sehr eingeschränkten Form gegeben. Die erste Pool-Lösung, die mit Blick auf die EC-Karten geschaffen wurde, konnte in der Schweiz umgesetzt werden. Mehrere Geldinstitute schlossen sich dieser Lösung an.

Der große Durchbruch kam erst mit der dritten Generation der Geldautomaten. Zum ersten Mal wurden Plastikkarten hierfür mit einem Magnetstreifen versehen. Dadurch konnten einheitliche Standards realisiert werden.

Auch der Markt ist mittlerweile in keinster Weise mehr mit dem vor 20-30 Jahren Vergleichbar. Beim Blick in ein Portmonee schauen einen in der Regel gleich mehrere Karten und 3 Stück und mehr sind hier keine Seltenheit. Selbstverständlich hat sich diesbezüglich auch der Markt angepasst und es gibt mittlerweile eine Vielzahl von Firmen die sich ausschließlich auf die Produktion und den Vertrieb dieser Karten spezialisiert hat.

Eine relativ bekannte Firma in Deutschland ist hier die SPC GmbH die Plastikkarten in allen Variationen anfertigt.

 

Mittlerweile findet sich auf dem Markt bereits die vierte Generation von Geldautomaten. Einerseits umfassen die Plastikkarten einen Magnetstreifen, andererseits sind sie mit einem Chip versehen. Viele Karten verfügen dabei bereits über einen EMV-fähigen Chip. Spätestens in rund fünf Jahren darf davon ausgegangen werden, dass alle Karten mit einem solchen Chip und damit mit dem neuen Standard ausgestattet sind.

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